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Mit Szenario-VergleichKaufen & Finanzieren

Anschlussfinanzierung-Rechner

Deine Zinsbindung läuft aus? Mit dem kostenlosen Anschlussfinanzierung-Rechner ermittelst du deine Restschuld am Bindungsende, die neue Monatsrate und die Zinskosten. Du vergleichst die drei Wege Prolongation, Umschuldung und Forward-Darlehen fair bei gleicher Rate. Alles im Browser gerechnet, ohne Anmeldung.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Restschuld

Neue Konditionen

%
%

Forward-Darlehen

Neue Monatsrate

1.083 €

Restschuld am Ende

128.284 €

Zinskosten

58.284 €

In der neuen Bindung tilgst du rund 35,9 % der Restschuld.

Die drei Wege im Vergleich

Alle drei Wege rechnen mit der gleichen Monatsrate. Nur der Sollzins variiert, die Tilgung nimmt die Differenz auf. So führt der bessere Zins eindeutig zu weniger Zinskosten und niedrigerer Restschuld.

Prolongation

Bei der bisherigen Bank verlängern

Sollzins3,60 %
Zinskosten über die Bindung60.310 €
Restschuld am Ende130.311 €
Einmalige Gebührenkeine
Gesamtkosten60.310 €

Umschuldung

Zu einer neuen Bank wechseln

Günstigste Sofort-Option
Sollzins3,50 %
Zinskosten über die Bindung58.284 €
Restschuld am Ende128.284 €
Einmalige Gebühren500 €
Gesamtkosten58.784 €

Forward-Darlehen

Zins im Voraus sichern

Sollzins3,68 %
Zinskosten über die Bindung61.948 €
Restschuld am Ende131.948 €
Einmalige Gebühren500 €
Gesamtkosten62.448 €
Forward-Aufschlag0,18 %-Punkte (12 Monate)

Forward teurer als Abwarten: rund 3.664 € Nachteil bei deinem erwarteten Marktzins.

Das Forward lohnt erst, wenn der Marktzins bei Bindungsende über 3,68 % liegt.

Gesamtkosten im Vergleich

Prolongation60.310 €
Umschuldung58.784 €
Forward-Darlehen62.448 €

Zins- und Tilgungsanteil über die Bindung

Zinsanteil58.284 €
Tilgungsanteil71.716 €

Vermietest du die Immobilie, sind die Sollzinsen als Werbungskosten absetzbar. Die hier gezeigten Zinskosten sind vor Steuer. Für die Betrachtung nach Steuer helfen Mietrendite-Rechner und Cashflow-Rechner.

Reine Annuitätenberechnung mit konstantem Sollzins. Marktzinsen, Forward-Aufschläge und Umschreibungskosten sind Richtwerte und hängen von Bonität, Beleihungsauslauf und Anbieter ab. Bitte mit konkreten Angeboten gegenrechnen. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine Finanzierungsberatung.

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Laden Sie Ihre Berechnung als übersichtliches PDF-Dokument herunter, inklusive aller Kostenpositionen, Diagramm und hilfreichen Hintergrundinformationen. Ideal zum Ausdrucken oder Weiterleiten.

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Eine Anschlussfinanzierung ist die Folgefinanzierung deiner Restschuld, sobald die erste Sollzinsbindung ausläuft. Die wenigsten Immobilien sind innerhalb der ersten zehn oder fünfzehn Jahre vollständig getilgt. Was am Bindungsende offen bleibt, finanzierst du zu einem dann gültigen Zins weiter.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Sollzinsbindung und Gesamtlaufzeit. Die Zinsbindung legt nur fest, wie lange dein Zinssatz garantiert ist. Die Gesamtlaufzeit bis zur Schuldenfreiheit ist meist deutlich länger. Genau deshalb steht am Ende der Bindung fast immer noch eine Restschuld, die neu finanziert werden muss.

Es gibt drei Wege: die Prolongation bei der bisherigen Bank, die Umschuldung zu einer neuen Bank und das Forward-Darlehen, mit dem du den heutigen Zins für die Zukunft sicherst. Auch auslaufende Förderkredite brauchen eine Anschlussfinanzierung. Wer das englische Wort „refinancing" sucht, meint in Deutschland in der Regel die Umschuldung, also den Wechsel zu einer neuen Bank.

Restschuld am Ende der Zinsbindung berechnen

Die Restschuld ist die wichtigste Ausgangsgröße. Sie bestimmt, wie viel du neu finanzierst und wie hoch deine künftige Rate ausfällt. Kennst du sie bereits, gibst du sie direkt ein. Sie steht auf deinem letzten Kontoauszug oder im Tilgungsplan deiner Bank.

Kennst du sie nicht, berechnet der Rechner sie aus dem ursprünglichen Darlehensbetrag, dem alten Sollzins, der alten Anfangstilgung und der Dauer der ersten Zinsbindung. Dahinter steckt die Annuitätenformel: Monat für Monat sinkt die Restschuld, weil ein Teil der Rate in die Tilgung fließt. Eine jährliche Sondertilgung senkt die Restschuld zusätzlich.

Den vollständigen Tilgungsplan mit allen Zwischenständen findest du im Tilgungsrechner. Dort siehst du auch, wie sich eine höhere Tilgung oder Sondertilgungen auf die Restschuld am Bindungsende auswirken.

Die drei Wege der Anschlussfinanzierung im Vergleich

Welcher Weg sich lohnt, hängt vom Zinsvorteil und vom Aufwand ab. Die Prolongation ist bequem und kostenfrei, die Umschuldung oft günstiger, das Forward sichert dich gegen steigende Zinsen ab. Die folgenden Abschnitte erklären jeden Weg im Detail.

Ein Sonderfall sind Förderkredite mit auslaufender Zinsbindung. Auch sie brauchen eine Anschlussfinanzierung. Eine erneute Förderung ist meist nicht möglich, die Restschuld läuft dann regulär als normales Darlehen weiter und wird wie jede andere Restschuld neu finanziert.

Prolongation: bei der bisherigen Bank verlängern

Bei der Prolongation verlängerst du den Vertrag bei deinem bestehenden Darlehensgeber zu einem neuen Zins. Es gibt keinen Bankwechsel, keine Notar- und keine Grundbuchkosten. Der Aufwand ist minimal, oft genügt eine Unterschrift.

Der Nachteil: Die Konditionen sind häufig etwas schlechter, weil keine Konkurrenzsituation besteht. Die Bank schickt ihr Angebot meist rund drei Monate vor Bindungsende. Rechne es immer gegen, bevor du unterschreibst.

Umschuldung: zu einer anderen Bank wechseln

Bei der Umschuldung löst eine neue Bank deine Restschuld ab und übernimmt die Grundschuld. Statt einer Löschung und Neueintragung wird die Grundschuld abgetreten. Das kostet als Richtwert nur etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Restschuld an Notar- und Grundbuchgebühren.

Als Faustregel gilt: Schon ab rund 0,1 Prozentpunkten Zinsvorteil überwiegt die Ersparnis die Umschreibungskosten. Der Aufwand ist höher als bei der Prolongation, weil du Unterlagen einreichst und eine neue Bonitätsprüfung durchläufst. Trotzdem ist die Umschuldung oft die günstigste Variante. Die genauen Gebühren der Grundschuld ermittelst du mit dem Notarkosten-Rechner.

Forward-Darlehen: Zinsen im Voraus sichern

Mit einem Forward-Darlehen reservierst du dir den heutigen Zins für eine Anschlussfinanzierung in der Zukunft, oft bis zu 60 Monate im Voraus. Dafür verlangen Banken einen Aufschlag. Aktuell sind das typisch 0 bis rund 0,017 Prozentpunkte je Vorlaufmonat. Viele Banken berechnen die ersten etwa 12 Monate aufschlagfrei und schlagen erst danach pro Monat auf.

Ein Beispiel mit aufschlagfreier Anlaufzeit: Bei 24 Monaten Vorlauf, davon 12 aufschlagfrei, bleiben 12 aufschlagrelevante Monate. Mal 0,015 ergibt das 0,18 Prozentpunkte Aufschlag auf den Sollzins. Je kürzer die effektive Vorlaufzeit, desto kleiner der Aufschlag.

Sei dir bewusst: Ein Forward ist eine Wette auf steigende Zinsen, kein garantierter Vorteil. Es lohnt nur, wenn der Marktzins bei Bindungsende über dem gesicherten Zins inklusive Aufschlag liegt.

Neue Monatsrate und Zinskosten berechnen

Die Rate folgt der Annuitätenformel: Jahresrate gleich Restschuld mal Summe aus Sollzins und Tilgung geteilt durch 100, die Monatsrate ist ein Zwölftel davon. Bei der Anschlussfinanzierung solltest du die Anfangstilgung meist höher wählen als beim ursprünglichen Kauf. Die Restlaufzeit ist kürzer und das Ziel ist die Schuldenfreiheit.

Alternativ gibst du eine feste Wunschrate vor, dann ergibt sich die Tilgung daraus. Steuerungsgrößen sind die Restschuld am Ende der neuen Bindung und die gesamten Zinskosten. Ob die neue Rate langfristig tragbar ist, prüfst du mit dem Budgetrechner.

Ein Wort zum fairen Vergleich: Der Rechner hält die Monatsrate über alle drei Wege konstant und variiert nur den Sollzins. Der bessere Zins führt bei gleicher Rate eindeutig zu weniger Zinskosten und niedrigerer Restschuld. So ist der Kostenvergleich sauber und nicht durch unterschiedliche Raten verzerrt.

Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB: nach 10 Jahren raus

Bei einer Sollzinsbindung über zehn Jahre kannst du nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB kündigen. Die Kündigung wird frühestens zehn Jahre nach vollständiger Auszahlung wirksam und ist mit sechs Monaten Frist zu erklären. Du kannst also schon ab etwa Jahr 9,5 kündigen, selbst wenn die Zinsbindung formal länger läuft.

Das Beste daran: Bei Nutzung dieses Rechts fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Wer 2016 eine 15-Jahres-Bindung voll ausgezahlt bekam, kann ab 2026 ohne Strafzahlung wechseln. Den Stichtag bestimmst du genau: Die Frist startet am Tag nach der vollständigen Auszahlung. Bei gestaffelter Auszahlung, etwa beim Neubau, zählt der Tag der letzten Teilauszahlung.

Steigst du dagegen vor Ablauf der zehn Jahre aus, verlangt die Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Wie hoch diese ausfällt, schätzt du mit dem Vorfälligkeitsentschädigung-Rechner.

Wann lohnt sich welche Variante?

Eine grobe Orientierung nach Restlaufzeit bis Bindungsende: Unter 12 Monaten holst du Angebote für Prolongation und Umschuldung ein. Zwischen 12 und 60 Monaten prüfst du zusätzlich ein Forward-Darlehen. Deine Zinsmeinung entscheidet mit. Erwartest du steigende Zinsen, spricht mehr für ein Forward. Bei stabilen oder fallenden Zinsen lohnt eher das Abwarten.

Die Break-even-Logik ist einfach: Ein Forward ist günstiger als späteres Umschulden, sobald der künftige Marktzins über dem gesicherten Forward-Zins liegt. Eine Rolle spielen auch deine Bonität und der Beleihungsauslauf. Durch die Tilgung ist dein Beleihungswert gesunken, das verbessert in der Regel die Konditionen.

Für Kapitalanleger ist ein Punkt zentral: Bei einer vermieteten Immobilie sind die Sollzinsen der Anschlussfinanzierung als Werbungskosten absetzbar. Das verändert die Rechnung nach Steuer deutlich. Der Rechner zeigt die Zinskosten vor Steuer. Für die Betrachtung nach Steuer helfen dir der Mietrendite-Rechner und der Cashflow-Rechner.

Kosten der Anschlussfinanzierung im Überblick

Die Prolongation ist in der Regel kostenfrei. Bei Umschuldung und Forward mit Bankwechsel fallen für die Grundschuldabtretung Notar- und Grundbuchgebühren nach dem GNotKG an, als Richtwert etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Restschuld. Muss die alte Grundschuld gelöscht und neu eingetragen werden, sind es eher rund 0,5 Prozent.

Der Forward-Aufschlag ist keine Einmalgebühr, sondern ein kalkulierbarer Zinsaufschlag über die Laufzeit. Für die Detailberechnung der Grundschuld- und Umschreibungskosten nutzt du den Notarkosten-Rechner. Die gesamten Erwerbsnebenkosten beim Kauf einer Immobilie zeigt der Kaufnebenkosten-Rechner.

So funktioniert der immotap Anschlussfinanzierung-Rechner

Du gibst deine Restschuld ein oder lässt sie berechnen, wählst den neuen Sollzins und die Tilgung und legst die neue Zinsbindung fest. Optional aktivierst du das Forward-Darlehen und setzt die Vorlaufzeit samt der aufschlagfreien Anlaufmonate. Bei der Wahl der Zinsbindung wird der Sollzins als Richtwert vorbelegt, solange du ihn nicht selbst anpasst.

Der Rechner gibt dir die neue Rate, die Restschuld am Ende der neuen Bindung und die Zinskosten aus. Er stellt Prolongation, Umschuldung und Forward bei gleicher Rate gegenüber und markiert die günstigste Sofort-Option. Alles wird zu 100 Prozent in deinem Browser gerechnet, ohne Datenübertragung, kostenlos und mit PDF-Export.

Beispielrechnung Anschlussfinanzierung

Nehmen wir 200.000 € Restschuld, 3,6 % Sollzins, 3 % Anfangstilgung und 10 Jahre neue Zinsbindung. Die Monatsrate liegt bei 1.100 €. Über die Umschuldung bleibt am Bindungsende eine Restschuld von rund 127.907 € offen, die Zinskosten betragen rund 59.907 €.

Die folgende Tabelle vergleicht alle drei Wege bei gleicher Monatsrate. Der Forward-Zins enthält einen Aufschlag von 0,18 Prozentpunkten aus 24 Monaten Vorlauf, davon 12 aufschlagfrei.

VarianteSollzinsZinskostenRestschuldGesamtkosten
Prolongation3,70 %61.944 €129.944 €61.944 €
Umschuldung3,60 %59.907 €127.907 €60.407 €
Forward-Darlehen3,78 %63.589 €131.589 €64.089 €

Werte gerundet. Die Umschreibungskosten von 0,25 % der Restschuld sind bei Umschuldung und Forward enthalten. Bei der Prolongation fallen keine Gebühren an.

Häufige Fehler bei der Anschlussfinanzierung

Der häufigste Fehler ist, sich zu spät zu kümmern und das erste Bankangebot ungeprüft anzunehmen. Wer früh vergleicht, hat fast immer die besseren Karten. Ein zweiter Fehler ist eine zu niedrige Tilgung. Sie verlängert die Restlaufzeit unnötig und kostet am Ende mehr Zinsen.

Beim Forward wird der Aufschlag bei langer Vorlaufzeit oft unterschätzt. Reize die aufschlagfreie Anlaufzeit aus und rechne genau. Ebenfalls riskant: das Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB zu übersehen und unnötig eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen, obwohl ein kostenfreier Ausstieg möglich gewesen wäre. Den möglichen Betrag prüfst du vorab mit dem Vorfälligkeitsentschädigung-Rechner.

Vergleiche außerdem nie nur den Sollzins, sondern immer die Gesamtkosten inklusive Gebühren. Und bei vermieteten Objekten gehört die steuerliche Absetzbarkeit der Zinsen in die Rechnung, sonst unterschätzt du den wahren Vorteil der günstigsten Variante.

Häufige Fragen zur Anschlussfinanzierung

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Eine Anschlussfinanzierung ist die Folgefinanzierung deiner Restschuld, wenn die erste Sollzinsbindung endet und die Immobilie noch nicht abbezahlt ist. Es gibt drei Wege: die Prolongation bei der bisherigen Bank, die Umschuldung zu einer neuen Bank und das Forward-Darlehen, mit dem du dir den heutigen Zins für die Zukunft sicherst. Mit dem Rechner ermittelst du Restschuld, neue Rate und Zinskosten und vergleichst die drei Wege bei gleicher Rate.

Prolongation oder Umschuldung: Was ist günstiger?

Die Prolongation ist bequem und kostenfrei, die Umschuldung ist oft günstiger, weil die neue Bank im Wettbewerb steht. Schon ab rund 0,1 Prozentpunkten Zinsvorteil gleicht die Ersparnis die Umschreibungskosten von etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Restschuld aus. Entscheidend sind die Gesamtkosten, nicht nur der Sollzins.

Wie hoch ist der Forward-Aufschlag?

Aktuell verlangen Banken meist 0 bis rund 0,017 Prozentpunkte Aufschlag je Vorlaufmonat, und viele berechnen die ersten etwa 12 Monate aufschlagfrei. Beispiel: 24 Monate Vorlauf, davon 12 aufschlagfrei, danach 12 mal 0,015 ergeben 0,18 Prozentpunkte auf den gesicherten Sollzins. Je kürzer die effektive Vorlaufzeit, desto kleiner der Aufschlag. Die Werte sind marktabhängig, im Rechner kannst du sie anpassen.

Wann lohnt sich ein Forward-Darlehen?

Nur wenn der Marktzins bei Ablauf der aktuellen Bindung über dem gesicherten Zins inklusive Aufschlag liegt. Ein Forward ist eine Wette auf steigende Zinsen: Steigen sie stärker als der Aufschlag, sparst du. Bleiben sie gleich oder fallen sie, hast du den Aufschlag umsonst gezahlt. Der Rechner zeigt den Break-even-Zins, ab dem sich das Forward rechnet.

Wie berechne ich die Restschuld am Ende der Zinsbindung?

Aus dem Ursprungsdarlehen, dem alten Sollzins, der alten Anfangstilgung und der Dauer der ersten Zinsbindung mit der Annuitätenformel. Der Rechner übernimmt das, wenn du die Restschuld nicht kennst. Sondertilgungen senken die Restschuld zusätzlich. Den vollständigen Tilgungsplan liefert der immotap Tilgungsrechner.

Welche Kosten entstehen bei der Umschuldung?

Bei einem Bankwechsel fallen für die Grundschuldabtretung Notar- und Grundbuchgebühren von etwa 0,2 bis 0,3 Prozent der Restschuld an. Muss die alte Grundschuld gelöscht und neu eingetragen werden, sind es rund 0,5 Prozent. Bei der Prolongation entstehen in der Regel keine Kosten.

Wann sollte ich mich um die Anschlussfinanzierung kümmern?

Beobachte etwa 12 bis 36 Monate vor Ablauf der Zinsbindung die Angebote. Drei bis sechs Monate vor Bindungsende solltest du dich entscheiden. Liegt das Bindungsende weiter als drei Jahre entfernt und erwartest du steigende Zinsen, kann ein Forward-Darlehen sinnvoll sein.

Kann ich meinen Kredit nach 10 Jahren kündigen?

Ja. Nach § 489 BGB kannst du eine Baufinanzierung mit über zehnjähriger Sollzinsbindung kündigen. Die Kündigung wird frühestens 10 Jahre nach vollständiger Auszahlung wirksam und ist mit 6 Monaten Frist zu erklären, also schon ab etwa Jahr 9,5. Das ist kostenfrei und ohne Vorfälligkeitsentschädigung, auch wenn die Zinsbindung formal länger läuft. Bei gestaffelter Auszahlung zählt der Tag der letzten Teilauszahlung.

Sollte ich die Tilgung bei der Anschlussfinanzierung erhöhen?

Meistens ja. Die Restlaufzeit ist kürzer und das Ziel ist die Schuldenfreiheit. Eine höhere Anfangstilgung erhöht zwar die Monatsrate, senkt aber Zinskosten und Restschuld am Bindungsende deutlich. Im Rechner kannst du Tilgung oder eine feste Wunschrate vorgeben und den Effekt sofort sehen.

Ist die Anschlussfinanzierung steuerlich absetzbar?

Bei einer selbst genutzten Immobilie nicht. Bei einer vermieteten Immobilie sind die Sollzinsen der Anschlussfinanzierung als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzbar, der Tilgungsanteil dagegen nicht. Das senkt die effektiven Zinskosten nach Steuer spürbar und kann die Entscheidung zwischen den Varianten verschieben. Der Rechner zeigt die Zinskosten vor Steuer. Für die Betrachtung nach Steuer helfen der Mietrendite- und der Cashflow-Rechner.

Anschlussfinanzierung-Rechner: Rate & Restschuld berechnen