Glossar
Vorlauftemperatur
Vorlauftemperatur: Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser von der Heizung zu den Heizkörpern oder in die Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie sein kann, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe.
Was ist die Vorlauftemperatur?
Im Heizkreis fließt warmes Wasser von der Heizung zu den Heizkörpern (Vorlauf) und abgekühlt wieder zurück (Rücklauf). Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur auf dem Hinweg. Sie muss umso höher sein, je kleiner die Heizkörperflächen sind und je mehr Wärme das Haus verliert.
Warum sie für Wärmepumpen entscheidend ist
Eine Wärmepumpe muss die Wärme aus Luft oder Erde auf die Vorlauftemperatur anheben. Je größer dieser Abstand, desto mehr Strom braucht sie. Deshalb hängt die Jahresarbeitszahl direkt von der Vorlauftemperatur ab.
So senkst du die Vorlauftemperatur
- einzelne zu kleine Heizkörper durch größere oder Niedertemperatur-Heizkörper ersetzen
- einen hydraulischen Abgleich machen lassen
- Dach, oberste Geschossdecke oder Fenster dämmen
Wie sich die Vorlauftemperatur auf die Kosten über 20 Jahre auswirkt, kannst du im Heizungsvergleich-Rechner durchspielen.
Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Energieberatung.
Häufige Fragen
Fußbodenheizungen kommen meist mit 30 bis 35 °C aus, moderne Niedertemperatur-Heizkörper mit etwa 45 °C. Ältere Heizkörper in einem wenig gedämmten Haus brauchen an kalten Tagen oft 55 °C oder mehr. Ein Test: Dreh die Vorlauftemperatur an einem kalten Tag schrittweise herunter und prüf, ob alle Räume warm bleiben.
Ja, aber weniger effizient. Bei 55 °C rechnet man bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von etwa 3,0, bei 35 °C mit etwa 4,0. Der Stromverbrauch liegt bei 55 °C also rund ein Drittel höher.
Nach § 559f BGB müssen Vermieter für die volle Umlage einer Wärmepumpe in der Regel eine Jahresarbeitszahl von mindestens 2,5 nachweisen. Davon ausgenommen sind unter anderem Gebäude, die sich mit höchstens 55 °C Vorlauftemperatur beheizen lassen.