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Immobilien-Lexikon

Immobilien-Glossar

Alle wichtigen Begriffe rund um Immobilien, Finanzierung und Recht. Verständlich erklärt, mit Rechenbeispielen und passenden Tools.

Kaufen & Nebenkosten

Auflassungsvormerkung

Die Auflassungsvormerkung ist eine Sicherungseintragung in Abteilung II des Grundbuchs, die den Käufer einer Immobilie zwischen Vertragsunterzeichnung und Eigentumsübertragung vor Betrug oder Doppelverkauf schützt.

Auflassungsvormerkung-RechnerNotarkosten-RechnerKaufnebenkosten-Rechner

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register beim Amtsgericht, das alle Grundstücke eines Bezirks mit ihren Eigentümern, Belastungen und Grundpfandrechten dokumentiert. Es ist in drei Abteilungen gegliedert und hat die Funktion eines rechtlichen Ausweises für Immobilien.

Kaufnebenkosten-Rechner

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Steuer, die beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks anfällt. Je nach Bundesland beträgt sie zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.

Grunderwerbsteuer-RechnerKaufnebenkosten-Rechner

Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie die Maklerprovision. In Summe betragen sie 7 bis 15 % des Kaufpreises.

Kaufnebenkosten-Rechner

Maklerprovision

Die Maklerprovision ist die Vergütung, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie erhält. Beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern wird sie seit Dezember 2020 in der Regel hälftig zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt.

Kaufnebenkosten-Rechner

Notarkosten

Notarkosten sind die gesetzlich festgelegten Gebühren für die notarielle Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags. Zusammen mit den Grundbuchkosten betragen sie ca. 1,5 bis 2,0 % des Kaufpreises.

Notarkosten-RechnerKaufnebenkosten-Rechner

Finanzierung

Annuität

Die Annuität ist die gleichbleibende Gesamtrate beim Annuitätendarlehen, bestehend aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil. Mit jeder gezahlten Rate sinkt die Restschuld, weshalb der Zinsanteil abnimmt und der Tilgungsanteil entsprechend steigt.

Tilgungsrechner

Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der Wert, den eine Bank einer Immobilie als dauerhaft realisierbaren Sicherheitswert beimisst. Er liegt in der Regel 10 bis 30 Prozent unter dem aktuellen Markt- oder Kaufpreis und bestimmt maßgeblich, wie günstig die Zinskonditionen eines Immobiliendarlehens ausfallen.

Budgetrechner

Eigenkapital

Eigenkapital ist der Teil des Kaufpreises, den Käufer aus eigenen Mitteln aufbringen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Empfohlen werden mindestens 20 bis 30 % des Kaufpreises zuzüglich der Kaufnebenkosten, da eine höhere Eigenkapitalquote zu deutlich günstigeren Zinsen führt.

Budgetrechner

Sollzinsbindung

Die Sollzinsbindung ist der vertraglich vereinbarte Zeitraum, in dem der Zinssatz eines Immobiliendarlehens unveränderlich festgeschrieben ist. Typische Laufzeiten sind 10, 15 oder 20 Jahre.

Tilgungsrechner

Sondertilgung

Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Rückzahlung auf einen Immobilienkredit, die über die reguläre Monatsrate hinausgeht. Sie reduziert die Restschuld direkt und verkürzt damit die Laufzeit sowie die gesamten Zinskosten.

Tilgungsrechner

Tilgung

Tilgung bezeichnet die schrittweise Rückzahlung des geliehenen Darlehensbetrags. Bei einer Baufinanzierung bestimmt der Tilgungssatz, wie schnell das Darlehen abbezahlt wird und wie viel Zinsen insgesamt anfallen.

Tilgungsrechner

Miete & Wohnen

Betriebskosten

Betriebskosten sind die laufenden Kosten, die dem Eigentümer durch den Besitz und den Gebrauch eines Gebäudes entstehen. Der Vermieter darf nur die in § 2 BetrKV aufgezählten Arten auf die Mieter umlegen, und nur wenn das im Mietvertrag vereinbart ist. Umgangssprachlich heißen sie oft Nebenkosten.

Nebenkosten-RechnerNebenkostenabrechnung prüfen

Betriebskostenabrechnung

Die Betriebskostenabrechnung ist die jährliche Abrechnung, mit der der Vermieter die tatsächlichen Betriebskosten den geleisteten Vorauszahlungen gegenüberstellt. Er muss sie spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen (§ 556 Abs. 3 BGB).

Nebenkostenabrechnung prüfenNebenkosten-Rechner

Betriebskostenspiegel

Der Betriebskostenspiegel ist eine vom Deutschen Mieterbund veröffentlichte Übersicht der bundesweiten Durchschnittswerte für Betriebskosten je Quadratmeter und Monat. Er dient als Orientierung, ob die eigenen Nebenkosten im üblichen Rahmen liegen, ist aber kein Nachweis für einen Abrechnungsfehler.

Nebenkostenabrechnung prüfenNebenkosten-Rechner

Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse begrenzt die Miete bei einer Neuvermietung auf höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 556d BGB). Sie gilt nur in Gebieten, die per Landesverordnung als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen sind, und ist bis zum 31. Dezember 2029 befristet.

Mietpreisbremse-CheckMieterhöhungs-Rechner

Ortsübliche Vergleichsmiete

Die ortsübliche Vergleichsmiete ist das übliche Entgelt für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage, das in den letzten 6 Jahren vereinbart oder geändert wurde (§ 558 Abs. 2 BGB). Sie ist der Maßstab für die Mietpreisbremse und für Mieterhöhungen.

Mietpreisbremse-CheckMieterhöhungs-Rechner

Wohnfläche

Die Wohnfläche ist die gesetzlich definierte Nutzfläche einer Wohnung in Quadratmetern. Sie bestimmt Miethöhe, Kaufpreis und Nebenkosten und wird nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnet.

Wohnflächen-Rechner

Wohnflächenverordnung (WoFlV)

Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) ist die gesetzliche Grundlage zur Berechnung der Wohnfläche in Deutschland. Sie legt fest, welche Flächen mit 100 %, 50 %, 25 % oder gar nicht in die Wohnfläche einfließen, und gilt seit dem 1. Januar 2004.

Wohnflächen-Rechner

Investieren & Rendite

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