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Immobilien-Kosten-Atlas 2026

Immobilien-Kosten-Atlas 2026: Kaufnebenkosten nach Bundesland

Beim Immobilienkauf in Deutschland liegen die Kaufnebenkosten ohne Makler zwischen rund 5,5 % und 8,5 % des Kaufpreises, mit Makler zwischen rund 12,6 % und 15,6 %. Fast der gesamte Unterschied entsteht durch die Grunderwerbsteuer: Sie reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren Ländern. Notar (rund 1,5 %) und Grundbuch (rund 0,5 %) sind bundesweit gleich, die Maklerprovision ist ortsüblich und in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

Kaufnebenkosten je Bundesland vergleichen

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Kennzahl

12,64 %15,64 %

Bayern

bei 300.000 €

Kaufnebenkosten gesamt: 37.920 € (12,64 %)

  • Grunderwerbsteuer10.500 €
  • Notarkosten4.500 €
  • Grundbuch1.500 €
  • Maklerprovision21.420 €

Die Maklerprovision ist ortsüblich und Verhandlungssache. Beim Kauf zur Eigennutzung teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision in der Regel je zur Hälfte.

Kaufnebenkosten nach Bundesland, aufsteigend sortiert
#BundeslandGrunderwerbsteuerNebenkosten gesamtBeispielbei aktuellem Kaufpreis · Mit Makler
1BayernBY3,5 %12,64 %37.920 €
2BremenHB5,5 %13,45 %40.350 €
3HamburgHH5,5 %13,75 %41.250 €
4Mecklenburg-VorpommernMV6,0 %13,95 %41.850 €
5Baden-WürttembergBW5,0 %14,14 %42.420 €
6NiedersachsenNI5,0 %14,14 %42.420 €
7Rheinland-PfalzRP5,0 %14,14 %42.420 €
8Sachsen-AnhaltST5,0 %14,14 %42.420 €
9ThüringenTH5,0 %14,14 %42.420 €
10SachsenSN5,5 %14,64 %43.920 €
11BerlinBE6,0 %15,14 %45.420 €
12HessenHE6,0 %15,14 %45.420 €
13BrandenburgBB6,5 %15,64 %46.920 €
14Nordrhein-WestfalenNRW6,5 %15,64 %46.920 €
15SaarlandSL6,5 %15,64 %46.920 €
16Schleswig-HolsteinSH6,5 %15,64 %46.920 €

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Unterschied zwischen den Ländern. Sieh dir die Details für dein Bundesland an.

So setzen sich die Kaufnebenkosten zusammen

Die Grunderwerbsteuer ist die einzige Kostenposition, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet. Bayern erhebt mit 3,5 % den niedrigsten Satz, während Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, das Saarland und Schleswig-Holstein mit 6,5 % am oberen Ende liegen.

Die Notarkosten (Faustregel rund 1,5 %) und die Grundbuchkosten (rund 0,5 %) richten sich nach dem bundesweit einheitlichen Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind deshalb überall gleich.

Die Maklerprovision beträgt ortsüblich meist 7,14 % inklusive Umsatzsteuer und wird seit dem Provisionsteilungsgesetz von Dezember 2020 in der Regel je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen. In Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ist sie üblicherweise niedriger. Sie ist Verhandlungssache und fällt nur an, wenn ein Makler beteiligt ist.

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Zitiervorschlag

immotap Immobilien-Kosten-Atlas 2026. Kaufnebenkosten nach Bundesland. https://immotap.de/de/immobilien-kosten-atlas-2026

https://immotap.de/de/immobilien-kosten-atlas-2026

Erstellt und gepflegt von der immotap-Redaktion

Geprüft: Juli 2026Zuletzt geändert: Juli 2026

Methodik & Quellen
  • Grunderwerbsteuersätze: Landes-Grunderwerbsteuergesetze (GrEStG § 11)
  • Notar- und Grundbuchkosten: Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG, Anlage 2)
  • Maklerprovision: ortsübliche Sätze, §§ 656a bis 656d BGB
  • Kartengrundlage: @svg-maps/germany, CC BY 4.0

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf?

Die Kaufnebenkosten liegen ohne Makler bei rund 5,5 % bis 8,5 % des Kaufpreises und mit Makler bei rund 12,6 % bis 15,6 %. Sie bestehen aus Grunderwerbsteuer (3,5 % bis 6,5 % je nach Bundesland), Notarkosten (rund 1,5 %), Grundbuchkosten (rund 0,5 %) und der ortsüblichen Maklerprovision.

In welchem Bundesland sind die Kaufnebenkosten am niedrigsten?

In Bayern, weil dort die Grunderwerbsteuer mit 3,5 % am niedrigsten ist. Alle übrigen Kostenpositionen (Notar, Grundbuch, Makler) sind bundesweit weitgehend gleich, sodass die Grunderwerbsteuer den Ausschlag gibt.

Welche Kaufnebenkosten sind bundesweit gleich?

Notarkosten (Faustregel rund 1,5 %) und Grundbuchkosten (rund 0,5 %) sind über das GNotKG bundeseinheitlich geregelt. Auch die Maklerprovision ist in 13 von 16 Ländern mit rund 7,14 % gleich, nur Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern weichen ab.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Beim Kauf einer selbst genutzten Wohnung oder eines Einfamilienhauses teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision seit Dezember 2020 in der Regel je zur Hälfte (§ 656c BGB). Die Provision ist Verhandlungssache und fällt nur an, wenn ein Makler eingeschaltet ist.

Sind die Grunderwerbsteuer-Sätze 2026 stabil?

Die aktuellen Sätze gelten unverändert fort. Ein bundesweiter Freibetrag für Erstkäufer wird zwar politisch diskutiert, ist Stand 2026 aber nicht in Kraft. Nach geltendem Recht könnten die Länder keine eigenen Freibeträge festlegen. Wir aktualisieren den Atlas, sobald sich ein Landessatz ändert.

Darf ich die Daten des Atlas nutzen?

Ja. Der Datensatz steht unter der Lizenz CC BY 4.0 als CSV und JSON zum Download bereit. Bei Verwendung bitten wir um die Quellenangabe "immotap, Immobilien-Kosten-Atlas 2026" mit Link.

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